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„Zeigen, wo es langgeht“

„Zeigen, wo es langgeht“

10.09.2015
10.09.2015

Die Vorbereitungen für den nächsten Maschinenbau-Gipfel, der am 13. und 14. Oktober in Berlin stattfindet, laufen auf Hochtouren. VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann sprach mit Holger Wuchold über das für den Gipfel geplante facettenreiche Programm.

Die Vorbereitungen für den nächsten Maschinenbau-Gipfel, der am 13. und 14. Oktober in Berlin stattfindet, laufen auf Hochtouren. VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann sprach mit Holger Wuchold über das für den Gipfel geplante facettenreiche Programm.

Es ist der achte Maschinenbau-Gipfel, den Sie organisieren, aber der erste in Ihrer Verantwortung als VDMA-Hauptgeschäftsführer. Ändert sich für Sie dadurch etwas?
Brodtmann: Der Maschinenbau-Gipfel richtet sich nicht nur an unsere Industrie, sondern auch an alle, die mit dem Maschinen-und Anlagenbau in Beziehung stehen. Wir haben bei der Gestaltung des Programms unsere Mitglieder besonders im Blick. Nun, als Hauptgeschäftsführer, achte ich noch bewusster darauf, dass die strategische Ausrichtung des VDMA auch auf dem Gipfel deutlich wird.

Was heißt das konkret für den Maschinenbau-Gipfel 2015?
Brodtmann: Eines der ganz großen Themen, das uns auf Jahre beschäftigen wird, heißt Industrie 4.0. Unsere Mitglieder nähern sich dem Thema ganz unterschiedlich an. Für einige ist es bereits Realität, andere wiederum verfolgen die Entwicklung mit skeptischer Neugier. Uns kommt es darauf an, möglichst alle Mitglieder auf dem Weg zur Digitalisierung der Produktion mitzunehmen. Darin sehe ich eine Schlüsselaufgabe unseres Verbandes. Der VDMA ist bei Industrie 4.0 nicht nur Moderator, er übernimmt hier selbst die Meinungsführung, treibt das Thema voran, damit keines der Mitgliedsunternehmen ins Hintertreffen gerät. Salopp formuliert: Wir zeigen, wo es zu Industrie 4.0 langgeht.

Der Maschinenbau-Gipfel wurde bisher immer so konzipiert, dass das Programm in direktem Zusammenhang zur unternehmerischen Wirklichkeit der Teilnehmer stand. Wie erfüllen Sie diese Erwartungen 2015?
Brodtmann: Zum Thema Industrie 4.0 werden wir jeden einzelnen Schritt – vom Konzept bis zur Umsetzung – erarbeiten. Den tatsächlichen Nutzen der Mensch-Roboter-Kollaboration erleben wir anhand zahlreicher Beispiele aus den weltweit erfolgreichen Unternehmen. Die hehren Ziele der Energiewende sind dann konkreter Anlass für uns, zu demonstrieren, wie die Unternehmen mit Energieeffizienznetzwerken Geld verdienen können.

Das hört sich doch spannend an.
Brodtmann: Und ich könnte noch fortfahren.

Aber ich würde gerne noch über einen anderen Punkt reden. Im letzten Jahr wurde der Zukunftsmarkt Afrika vorgestellt. Wohin geht die Reise dieses Jahr?
Brodtmann: In den Iran, aus aktuellem Anlass. Denn mit dem Nuklearabkommen von Lausanne könnte sich der Iran wieder zum hochinteressanten Markt für Maschinen und Anlagen entwickeln.

In Deutschland selbst gibt es dagegen echten Nachholbedarf.
Brodtmann: Den Investitionsnotstand bei uns werden wir nicht nur gegenüber Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in aller Deutlichkeit ansprechen. Wir werden auch klipp und klar sagen, was
aus unserer Sicht geschehen muss, damit endlich wieder richtig investiert wird.

Kontakt

Holger.Wuchold@vdma.org

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id:24226

Bildquelle: VDMA