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Absatzmarkt Russland: Gibt es ein Comeback?

Absatzmarkt Russland: Gibt es ein Comeback?

10.09.2015
10.09.2015

Wirtschaftliche Chancen und Risiken liegen in wenigen Ländern so dicht beieinander wie in Russland. Diese Erfahrung haben viele in Russland aktive Maschinenbauunternehmen in den vergangen Krisen gemacht und jedes Mal wurden die Beharrlichkeit und das Engagement der deutschen Unternehmen mit einem schnellen Comeback auf dem russischen Markt belohnt.

Wirtschaftliche Chancen und Risiken liegen in wenigen Ländern so dicht beieinander wie in Russland. Diese Erfahrung haben viele in Russland aktive Maschinenbauunternehmen in den vergangen Krisen gemacht und jedes Mal wurden die Beharrlichkeit und das Engagement der deutschen Unternehmen mit einem schnellen Comeback auf dem russischen Markt belohnt.

Wunschpartner Deutschland

Die aktuelle Krise unterscheidet sich jedoch von den vorhergehenden dadurch, dass politischer Konflikt und wirtschaftliche Krise zusammenfallen. Die Auswirkungen sind für die Wirtschaft gravierend. Bedingt durch den niedrigen Ölpreis, den ungünstigen Rubelkurs und die Sanktionen ist der Maschinenexport nach Russland seit Beginn der Krise stark zurückgegangen. Russland fiel in den ersten Monaten 2015 in der Rangliste der wichtigsten Abnehmerländer von Rang vier auf zehn zurück. Zunehmend wenden sich russische Einkäufer nach Asien. Deutsche Unternehmen befürchten den Verlust von Marktanteilen und die Verdrängung vom russischen Markt durch asiatische Wettbewerber.

Von dieser schwierigen Ausgangslage getrieben, versucht die russische Regierung, den längst fälligen Strukturwandel der Wirtschaft voranzutreiben. Die Importsubstitution (der teilweise oder vollständige Ersatz von Importen durch den Aufbau einer einheimischen Produktion) ist integraler Bestandteil der russischen Industriepolitik. Hierzu werden ausländische Unternehmen benötigt, die durch eine Lokalisierung ihrer Produktion ihr Know-how und die passenden Technologien auf den russischen Markt bringen. Beim Besuch des VDMA-Präsidenten Dr. Reinhold Festge in Moskau Ende Mai wurde in der Diskussion mit russischen Gesprächspartnern schnell klar, dass deutsche Unternehmen hier die Wunschpartner sind.

Agieren in volatilem Umfeld

Die in Russland tätigen deutschen Maschinenbauer befinden sich zurzeit in einem volatilen Umfeld mit ungewisser Zukunft. Eine kurzfristige Lösung wird es nicht geben. Hier gilt es, die eigenen Positionen zu bestimmen und gemeinsame Kooperationsbereiche auszuloten.

Im Rahmen des Russland-Forums werden die politische und wirtschaftliche Situation in Russland analysiert sowie die Chancen und aktuelle Aussichten von Vertretern aus Politik und Wirtschaft diskutiert. Mit dabei sind unter anderem: Wolfgang Clement, Bundeswirtschaftsminister a. D. , Dr. Dieter Haller, Abteilungsleiter Wirtschaft im Auswärtiges Amt, Dr. Reinhold Festge, VDMA-Präsident, Oliver Cescotti, CEO GEA Refrigeration in Russland und Dr. Stefan Meister, Russlandexperte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Kontakt

monika.hollacher@vdma.org

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Bildquelle: Galinabarskaya | Fotolia