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Amerikas Dynamik – es braucht neue Netzwerke

Amerikas Dynamik – es braucht neue Netzwerke

17.10.2017
17.10.2017

Das amerikanische Jahrhundert – es könnte zu seinem Ende kommen in einer Welt, die immer mehr in Unordnung gerät. Umso wichtiger ist es, täglich für demokratische Grundwerte einzustehen, betonte Dr. Michael Werz, Amerika-Kenner und Senior Fellow des Washingtoner Center for American Progress, auf dem 9. Deutschen Maschinenbau-Gipfel.

Das amerikanische Jahrhundert – es könnte zu seinem Ende kommen in einer Welt, die immer mehr in Unordnung gerät. Umso wichtiger ist es, täglich für demokratische Grundwerte einzustehen, betonte Dr. Michael Werz, Amerika-Kenner und Senior Fellow des Washingtoner Center for American Progress, auf dem 9. Deutschen Maschinenbau-Gipfel. In seiner Bilanz zum ersten Regierungsjahr von Donald Trump mahnte der Politologe, dass Europa sich auf ein sich stark veränderndes Amerika einstellen müsse. Das gelte für wirtschaftliche Entwicklungen ähnlich wie für gesellschaftspolitische. So achte Europa zum Beispiel nicht genug darauf, dass die Zahl der Amerikaner mit asiatischen oder lateinamerikanischen Wurzeln weiter rasch wachse. „Diese Generationen drängen jetzt in die Führung der USA und sie sind kulturell nicht an Europa gebunden“, mahnte Werz. Für diese „pazifische Dynamik“ müsse auch die deutsche Industrie neue Netzwerke kreieren, die Bedeutung der bisherigen Verbindungen schwinde.

Ernst nehmen sollten die Deutschen auch die anhaltende amerikanische Kritik an ihren Handelsüberschüssen, ergänzte Werz. Denn diese Diskussion habe schon vor der Amtszeit Donald Trumps begonnen und werde auch nicht einfach verschwinden. Vielmehr müssten deutsche Politik und Wirtschaft verstärkt Aufklärungsarbeit vor Ort in den USA leisten. Und sich dabei immer im Klaren sein, dass der US-Präsident seinen Stil nicht ändern werde und seine Unterstützer auch weiterhin mit „Fake News“ arbeiten werden. „Donald Trump ist der erste Präsident, der nicht vorhat, die Gesellschaft zusammenzuführen“, lautete sein ernüchterndes Fazit.

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Holger Paul
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Bildquelle: VDMA