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G-20 Gipfel muss ein Signal gegen Abschottung sein

G-20 Gipfel muss ein Signal gegen Abschottung sein

04.07.2017
04.07.2017

Offene Märkte sichern Arbeitsplätze und Wohlstand. Vom Treffen der Wirtschaftsvertreter aus den 20 wichtigsten Industrieländern (B-20) erhofft sich der VDMA daher ein klares Signal für den Freihandel. Sorgen bereiten die zunehmend protektionistischen Entwicklungen auch in Europa. Großbritannien ist deshalb aufgerufen, die Brexit-Verhandlungen sachlich zu halten.

Abschottung und Kleinstaaterei sind eine wachsende Gefahr für die Industrie -  besonders im Exportland Deutschland. Vom Treffen der Wirtschaftsvertreter aus den 20 wichtigsten Industrieländern (B-20) am 2. und 3. Mai in Berlin erhofft sich der VDMA daher ein klares Signal für den Freihandel. Gerade in politisch unruhigen Zeiten ist es wichtig, dass die Wirtschaft geschlossen für Offenheit und internationale Zusammenarbeit eintritt.

„In Zeiten des wachsenden Populismus muss die Wirtschaft umso mehr für internationale Zusammenarbeit und offene Märkte eintreten. Die Botschaft des B20-Gipfels muss sein, dass der Freihandel der großen Mehrheit der Menschen immense Vorteile bringt“, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. „Vor allem in Deutschland sichern offene Märkte Arbeitsplätze und Wohlstand. Drei von vier Produkten der hiesigen Maschinenbauer werden exportiert, mindestens 600.000 Arbeitsplätze im Maschinenbau hängen vom Auslandsgeschäft ab“, erläutert Brodtmann.

Mit Sorge sieht der VDMA daher die zunehmend protektionistischen Entwicklungen auch in Europa. So befürchtet der Maschinenbau, dass der EU-Austritt Großbritanniens den Wirtschaftsstandort Europa in jedem Fall schwächen wird. Vor allem Großbritannien sieht der VDMA in der Verantwortung, die Gespräche über die künftigen Beziehungen mit der EU möglichst sachlich zu halten und nicht durch unrealistische Forderungen zu erschweren.

„Die EU und der Binnenmarkt sind die Grundlage für den Erfolg der europäischen Industrie. Niemand hat ein Interesse daran, diese Errungenschaft durch einseitige Kompromisse in den Brexit-Verhandlungen zu gefährden. Das muss auch den Briten klar sein“, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Brodtmann. „Es gibt ohnehin schon große Zweifel, ob zwei Jahre ausreichen für ein umfassendes Abkommen zwischen der EU und Großbritannien. Es liegt auch im Interesse der Briten, diesen Prozess nicht durch unrealistische Forderungen noch zu erschweren.“

Kontakt

Holger Paul
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Bildquelle: adri76 - Fotoli