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Ein Fortissimo und viel Groove zum Schluss

Ein Fortissimo und viel Groove zum Schluss

18.10.2017
18.10.2017

Ein Unternehmen zu steuern und ein Orchester zu dirigieren – gibt es wirklich Gemeinsamkeiten von Werkern und ihrem Maschinenpark und den hoch spezialisierten Künstlern? Christian Gansch, Dirigent aus und mit Leidenschaft, hat diese Frage längst eindeutig beantwortet.

 „Ein Orchester braucht ganz klare Strukturen und Abläufe, Emotion ist nichts wert ohne sie“, betonte er zum Abschluss des 9. Deutschen Maschinenbau-Gipfels in Berlin. „Und das Publikum hat jeden Abend ein Recht auf eine perfekte Performance.“

Dirigieren, das ist nicht nur die Kunst, ein musikalisches Wunder in den Konzertsaal zu zaubern. Es ist – ähnlich einer Unternehmenssteuerung – die Fähigkeit, aus 80 Individuen eine Einheit zu bilden, die sich ständig selbst hinterfragt und besser werden will. Und es ist die Fähigkeit, vorauszudenken und immer zu antizipieren, welche Handbewegung, welche Anleitung als nächstes erfolgen muss. „Ein Dirigent muss immer vorausdenken“, sagt Gansch – und alle Zuhörer im Saal dürfen live studieren, was er meint. Zu den Klängen von Wagner oder Bruckner dirigiert er ein imaginäres Orchester und alle verstehen, wie komplex eine solche Führungsaufgabe ist. Auch, wenn die Musik von James Brown kommt und den „groove“ der amerikanischen Südstaaten hat. Denn auch der lockere „groove“ folgt genauen, mathematischen Vorgaben – sonst wird aus packendem Funk schnell eine durchschnittliche Kirmeskapelle. „Handwerk – Präzision – Disziplin“ lautet der entscheidende Dreiklang – im Orchesterleben ebenso wie im Unternehmeralltag.

Kontakt

Holger Paul
+49 69 6603-1922

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Bildquelle: VDMA