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Management des Wandels - mit Agilität zu Arbeit 4.0

Management des Wandels - mit Agilität zu Arbeit 4.0

18.10.2017
18.10.2017

"Wie wird in Ihrem Unternehmen in fünf Jahren aufgrund von Industrie 4.0 die Arbeitswelt aussehen?", fragte Moderatorin Nina Ruge und gab gleich die Antwort: "Das weiß noch niemand. Was wir aber uns heute fragen müssen, ist, wie wir den Wandel gestalten."

"Management des Wandels" war dann auch der Begriff, um den das Forum des Maschinenbau-Gipfels "Arbeit 4.0 - Alles bleibt anders" kreiste. Was mit der Doppeldeutigkeit, dass alles irgendwie anders bleiben muss, gemeint sein könnte, machte Industrie-4.0-Pionier Norbert Basler im Gespräch mit Nina Ruge deutlich. Einerseits müssten die Betriebe auch künftig präzise wie ein Schweizer Uhrwerk arbeiten. Andererseits müsste es aber auch "anarchistische Räume" geben, wo experimentiert werden könnte. Den ersten Teil, das gründliche Arbeiten beherrschte der deutsche Maschinenbau gut, die Agilität, die für den anderen Teil erforderlich sei, müsste man dagegen erst noch lernen.

Nach Einschätzung Baslers, der auch Vizepräsident des VDMA ist, setzt die angestrebte Agilität in den Betrieben ein neues Verhältnis von Führung und Mannschaft voraus. "Die Betriebe müssen mehr auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen." Seine Empfehlung hierzu: auch große Unternehmen müssten mehr wie Start-ups arbeiten. Die Transformation zu Arbeit 4.0 erfordere eben einen kulturellen Wandel, der, so gestand er ein, "sicherlich nicht immer einfach" sei. In seinem eigenen Unternehmen hätte er damit keine Schwierigkeit. Die Basler AG, heute ein führender Hersteller von Industriekameras mit 550 Mitarbeitern, hat 1988 als Start-up angefangen. 

Kontakt

Holger Wuchold
+49 30 3069-4619

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Bildquelle: VDMA