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Technologieneutralität ist der Grundpfeiler der Klimapolitik

Technologieneutralität ist der Grundpfeiler der Klimapolitik

17.10.2017
17.10.2017

Die Frage "Klimaschutz: Chance oder Risiko" stand im Mittelpunkt des Gipfelgesprächs am ersten Tag des 9. Deutschen Maschinenbaugipfels. Dabei wurde deutlich: den Klimaschutz stärker voranzutreiben ist sinnvoll - aber es muss richtig erfolgen.

Um langfristig einen Vorteil als Innovationstreiber durch effizienten Technologieausbau zu haben, muss die Klimapolitik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. "Gerade für den Maschinenbau bestehen hier große Potenziale", sagte Alexander Kulitz (Gesellschafter der ESTA Apparatebau und FDP-Bundestagsabgeordneter). "Innovationen sind dabei wichtiger als Verordnungen, wir brauchen eine Klimapolitik mit Augenmaß."

Die Diskussion zeigte auch, dass der Marktzugang für Innovationen eine ebenso wichtige Rolle spielt, wie gleiche Bedingungen für alle Marktteilnehmer. Damit Klimaschutz nicht zu  Wettbewerbsnachteilen führt, muss Klimaschutz so betrieben werden, wie auch seine Auswirkungen sind - das heißt global. "Wir sind alle Klimaschützer, aber Klimapolitik muss international gestalten werden"; sagte Ulrich Grillo (Vorstandsvorsitzender der Grillo-Werke).

Welche Instrumente und Mechanismen es braucht, bleibe aber weiter offen, insbesondere weil Nationalstaaten hier ihre eigenen Ansätze haben. Das oberstes Gebot in der Klimapolitik lautet: "Nur mit Technologieoffenheit kann Klimaschutz nachhaltig funktionieren", betonte Dr. Andreas Lingens (Executive Vice President MTU Friedrichshafen GmbH). Die "Break-Through"-Technologien von Morgen sind damit nicht nur essenziell zur Erreichung der Klimaziele, sondern können sich auch als wirtschaftliche Chance für den Maschinen- und Anlagenbau auswirken, resümierte er. 

Kontakt

Frederike Krebs
+32 2 7 06-81 36

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Bildquelle: VDMA