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VDMA fordert Abkehr vom Protektionismus

VDMA fordert Abkehr vom Protektionismus

04.07.2017
04.07.2017

Internationalen Währungsfonds (IWF), der Welthandelsorganisation (WTO) und der Weltbank haben gemeinsam vor wachsendem Protektionismus gewarnt. „Wir hoffen, dass die Staatengemeinschaft den Weckruf nicht überhört“, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Protektionistische Bestrebungen seien eine ernste Gefahr für Wohlstand und Wachstum.

„Die Befürworter des Protektionismus sind sich offensichtlich nicht bewusst, wie stark die Wirtschaft mittlerweile durch globale Wertschöpfungsketten miteinander verflochten ist. Die globale Arbeitsteilung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass kein Land sich ohne bleibenden Wohlstandsverlust abschotten kann“, sagt Brodtmann. Gerade in der Industrie habe die Spezialisierung ein Ausmaß erreicht, dass das Beschäftigungsniveau in vielen Unternehmen ohne eine länderübergreifende Zusammenarbeit dauerhaft gar nicht aufrechterhalten werden könnte.

Der VDMA-Hauptgeschäftsführer fordert nicht nur von den Regierungen, mutiger für Freihandel einzutreten. Alle gesellschaftlich relevanten Gruppen müssten sich in diesem Sinne zu Wort melden. Brodtmann glaubt, dass die protektionistischen Gedankenspiele von US-Präsident Donald Trump zu intensivem Nachdenken darüber geführt haben, welche Wohlstandseinbußen drohen.

Kontakt

Holger Wuchold
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Bildquelle: Thomas Lerch - Fotolia