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Die Herausforderung Elektromobilität meistern

Die Herausforderung Elektromobilität meistern

17.10.2017
17.10.2017

Der Verbrennungsmotor steht politisch unter Druck – und damit zahlreiche Maschinenbauer, die dieser Technologie zuliefern. Mehr als drei Viertel der Teilnehmer des Maschinenbaugipfels gaben per Ted an, direkt oder indirekt vom Wandel in der Antriebstechnologie betroffen zu sein

In seinem Vortrag "Elektromobilität - Herausforderungen der Transformation" sagte Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung & CEO der Mahle GmbH: "Dass die Transformation kommt, ist klar. Aber keiner weiß, wann."

Die vor allem durch die Politik bedingte Unsicherheit stellt eine Herausforderung für Unternehmen wie Mahle dar: etwa die Hälfte der Umsätze der Stuttgarter hängen direkt vom Verbrennungsmotor ab. Sein Unternehmen denke daher in Szenarien, erläuterte Scheider. Von einer Basisannahme, dass von rund einem Drittel Elektrofahrzeugen im Jahr 2030 ausgeht, bis hin zu Extremszenarien, etwa einem Boom der Elektromobilität oder einem Siegeszug von Car-Sharing-Modellen, der den ganzen Markt schrumpfen lassen würde. 
Aus Scheiders Sicht ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation, mit Innovationen den Wandel mitzugestalten. "Innovationen an sich sind aber nur einer von fünf Faktoren", so Scheider. Maschinenbauer müssten sich auch auf die - unsichere - Zukunft einstellen, indem sie ihre Organisation flexibler Strukturieren, neue Partnerschaften eingingen, sich Gedanken über die Verteildung ihrer Ressourcen machen und frühzeitig in den Aufbau von eigner Kompetenzen investieren. "Wir können die Zukunft nicht vorhersehen", sagt Scheider. 

Auch VDMA-Präsident Carl-Martin Welcker hatte in seiner Rede auf die disruptiven Effekte der Entwicklung vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität hingewiesen. "Hinter der Technologie des Verbrenners steckt mehr als das Auto", sagte Welcker und verwies auf die tiefen Verflechtungen mit dem Maschinenbau. Klar sei für ihn, dass es eine Zeit nach dem Verbrennungsmotor geben werde. "Aber den Übergang kann nicht die Politik vollziehen, sondern er muss durch neue Technologien und Akzeptanz im Markt getragen werden."

Kontakt

Eike Radszuhn
+32 2 7 06 81 23

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Bildquelle: © VDMA