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Märkte in turbulenten Zeiten - China, Russland und die Türkei

Märkte in turbulenten Zeiten - China, Russland und die Türkei

17.10.2017
17.10.2017

Krieg, Sanktionen, Globalisierungsängste, geostrategisches Denken: Wir leben in turbulenten Zeiten. Wie bereitet sich der exportorientierte deutsche Maschinenbau auf eine mehr und mehr polyzentrische Welt vor?

„Geopolitik betrifft Sie, ob Sie wollen oder nicht“, betonte Prof. Eberhard Sandschneider von der FU Berlin in seinem Impulsvortrag auf dem Maschinenbau-Gipfel, der sich mit den Risiken der Globalisierung und den Auswirkungen geopolitischer Machtverschiebungen befasste. „Krisen sind keine Einzelphänomene mehr, sondern addieren sich“, führte er weiter aus. Dies stelle auch das internationale Geschäft mittelständischer Maschinenbauunternehmen vor neue Herausforderungen. Pragmatismus und Widerstandsfähigkeit, aber auch Wissen um lokale  Gegebenheiten können Unternehmen dabei unterstützen, auch in volatilen Märkten weiter erfolgreich zu sein.

Die anschließende Podiumsdiskussion zu den Ländern China, Russland und Türkei verdeutlichte, dass eine auf die Besonderheiten der jeweiligen Märkte abgestimmte Strategie am ehesten erfolgversprechend ist. „Lokale Niederlassungen müssen sich möglichst schnell selbst tragen“, erklärte Hans-Joachim Boekstegers, Group CEO Multivac. Einig waren sich die Diskutanten auch darin, dass die Treue zu Märkten und eine langfristige Perspektive des eigenen Engagements wichtige Erfolgsfaktoren sind. „Krisen verändern Marktgegebenheiten. Hier müssen wir uns entsprechend anpassen“, sagte Martin Kapp, Geschäftsführender Gesellschafter Kapp. 
Abschließend wies Ulrich Ackermann, Leiter VDMA Außenwirtschaft, auf die Bedeutung kleinerer Märkte hin und plädierte für ein verstärktes Engagement des deutschen Maschinenbaus beispielsweise in Südostasien.

Kontakt

Monika Hollacher
+49 69 66 03-14 48

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Bildquelle: VDMA